Jahr Era Beschreibung
ca. 14000 v. Chr. -
600 v. Chr.
Jōmon-Zeit
(縄文時代)

Aus dieser Zeit entstanden die sogennaten Jomon-Töpfe, die der Lagerung von Früchten dienten, als die Menschen noch durch Jagen und Sammeln ernärten. Jomon bedeutet Schnurmuster und kennzeichnet die Art der Verzierungen auf dem roten Ton.

ca. 600 v. Chr. -
300 v. Chr.
Yayoyoi-Zeit
(弥生時代)

Die Keramik, die in dieser Zeit enstand, wurde im Unterschied zur Jōmon-Töpfe erstmals auf einer Töpferscheibe hergestellt. Durch die Verwendung der Töpferscheibe war es möglich geworden, zylindrische Gefäße und Teller herzustellen, die meist schmucklos blieben.

ca. 300 v. Chr. -
ca. 800
Kofun-Zeit
(古墳時代)

Diese Periode hat seinen Namen von den schlüssellochförmigen Grabbauten (Kofun) dieser Zeit. Um das Jahr 400 befand sich in der Provinz Yamato (heute Präfektur Nara) ein Machtzentrum, wo sie einen intensiven Austausch mit China sahen. So fanden chinesische Schrift, Buddhismus, Konfuzianismus, Daoismus allmählich ihren Weg nach Japan.

ca. 600 - 710 Asuka-Zeit
(飛鳥時代)

Die kaiserliche Residenz befand sich damals meistens in Asuka-kyō. Es war die Hochblüte des Shinto-Religion und die Zeit der Übernahme des Buddhismus aus China. Es war auch die Zeit der grossen Reformen, wie die Taika-Reform im Jahre 645, nachdem man Staat und Verwaltung weitgehend nach chinesischem Vorbild umbaute.

710 - 794 Nara-Zeit
(奈良時代)

Nara-Zeit ist die Periode von der Verlegung der Hauptstadt nach Heijō-kyō (heute Nara) bis zur Verlegung nach Heian-kyo (Kyoto). Die Hauptstadt war nach dem chinesischen Vorbild angelegt worden, nach einem Schachbrettmuster.

794- 1185 Heian-Zeit
(平安時代)

Der Grundstein der „goldenen“ Heian-Zeit wurde im Jahre 794 gelegt, in dem der Kaiserhof in den Heian-Palast nach Heian-kyō, dem heutigen Kyōto, verlegt wurde.

Es war die Zeit der Machtübernahme der Familie Fujiwara. Am Hof von Heian wurden die japanische Kultur, Kunst und Sitten zu ausserordentlicher Verfeinerung geführt. Die Heian-Zeit gilt als die klassische Periode der japanischen Literatur, die besonders von Hofdamen gepflegt wurde. Zu dieser enwickelte sich auch die vereinfachte Form des chinesischen Schriftes, die japanische Silbenschriften Hiragana.

1185 - 1333 Kamakura-Zeit
(鎌倉時代)

Die Kamakura-Zeit ist eine Epoche, als die Minamoto Clans ihre Macht von Kamakura (heute Präfektur Kanagawa) aus ausübten. Sie markierte den Aufstieg des Kriegeradels gegenüber dem Hofadel in Kyōto, der in der Heian-Zeit noch dominierte.

1336 - 1392 Namboku-Zeit
(南北朝時代)

Die Namboku-chō-Zeit  „Zeit der Nord- und Südhöfe“ war eine Periode zu Beginn der Muromachi-Zeit. Sie umschreibt einen fast ein halbes Jahrhundert andauernden Krieg zwischen den nördlichen und südlichen Höfen der Kaiser-Dynastie um die rechtmässige Thronfolge. Im Jahre 1392 konnte eine Einigung auf der Basis der abwechselnden Folge der Kaisers aus der jüngeren und älteren Dynastie am Hofe in Kyōto zwischen dem Nord- und dem Südhof erreicht werden.

1336 - 1573 Muromachi-Zeit
(室町時代)

Der Name dieser Epoche leitet sich vom Otsnamen Muromachi ab, einem Viertel in Kyoto. Abkömmlinge der Minamoto, die Ashikaga, übernahmen die Macht, als 1338 Ashikaga Takauji zum Shôgun ernannt wurde. Diese Zeit wird daher auch als Ashikaga-Zeit bezeichnet. 1543 kamen die ersten Europäer (Portugiesen) nach Japan und brachten Feuerwaffen mit. 

1493 - 1573 Sengoku-Zeit
(戦国時代)

Die Sengoku-Zeit (Zeit der kriegführenden Lande) ist eines der bewegtesten Zeitalter.
Der Beginn der Sengoku-Zeit wird auf etwa 1477 (Ōnin-Krieg) auf das Ende des Ashikaga-Shōgunats datiert. Die Sengoku-Zeit ging 1573 in die Epoche der drei Reichseiniger (Azuchi-Momoyama-Zeit) über.

1573 - 1603 Azuchi-Momoyama-Zeit
(安土桃山代) 

Die Azuchi-Momoyama-Zeit ist die Epoche der Reichseiniger Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu, als diese das Japan der streitenden Reiche (Sengoku-Zeit) militärisch zu vereinigen begannen.

Benannt ist dieser Zeit-Abschnitt nach Oda Nobunagas Festung Azuchi und Toyotomi Hideyoshis Residenz in Fushimi (Momoyama). In diese Zeit fällt auch die Periode des Nanbanhandels, in der ein reger Austausch Japans mit anderen Ländern wie Portugal und Holland stattfand.

1603 - 1868 Edo-Zeit
(江戸時代)

Als Edo-Zeit wird der Abschnitt der japanischen Geschichte bezeichnet, in dem die Tokugawa-Shogune in der Stadt Edo (heute Tokio) herrschten. Er beinhaltet die längste ununterbrochene Friedensperiode eines Landes in der Neuzeit weltweit. Die Militärmacht zerfiel als die Macht wieder an den Kaiser zurückgegeben wurde.

1868 - 1912 Meiji-Zeit
(明治時代)

Als Meiji-Zeit wird in der japanischen Geschichte der Zeitraum der Regentschaft des Kaisers Mutsuhito (Meiji-tennō) definiert. Mutsushito war der erste Kaiser, der nach der Meiji Restauration (Erneuerung der kaiserlichen Macht und des politischen Systems nach westlichem Vorbild) Aus dem rückständigen Feudalstaat Japan wurde eine moderne imperiale Grossmacht. Mit jedem neuen Kaiser beginnt Zahl immer wieder von eins. (Meiji 1 - 45)

1912 - 1926 Taisho-Zeit
(大正時代)

Die Taishō-Zeit war gekennzeichnet durch den schwachen Kaiser Yoshihito (Taishō-tennō). Aufgrund seiner Krankheit besass er nicht mehr die Kraft, das Land zusammenzuhalten. Daher gab es eine Machtverschiebung von den Traditionalisten und oligarchisch agierenden Beamten bis hin zu den Demokratischen Parteien.
(Taisho 1 - 15)

1926 - 1989 Showa-Zeit
(昭和時代)

Die Shōwa-Zeit  „Ära des erleuchteten Friedens“ ist die Bezeichnung für die Regierungszeit des Tennō Hirohito, des dritten Kaisers der modernen Periode.
(Showa 1 - 64)

1989 - Heisei-Zeit
(平成時代)
Die Heisei-Zeit ist die Regierungszeit des Tennōs Akihito, die heute noch andauert.
Das Jahr 2016 ist Heisei 28.