Kultur und Feste

show/hide A (1)
Arubaito (Teilzeitarbeit)

アルバイト

«Arubaito» ist die fonetische Sprache für «Arbeit». Wie viele andere Fremdwörter werden sie auf diese Weise ausgeschrieben. (Katakana)

«Arubaito» in Japan ist vor allem die Teilzeitarbeit der Studenten gemeint. Die meisten Jungendlichen kommen von anderen Regionen in die Stadt um zu studieren und finanzieren so ihre Wohnung.

50% der Arbeitenden sind unter 24 Jahre alt.

show/hide B (1)
Biwa (japanisches Saiteninstrument)

琵琶、びわ

Biwa ist ein japanisches Saiteninstrument, die Laute. Sie hat vier- oder fünfsaiten und ist birnenförmig. Mit dem Plektrum, das eine Form eines halbgeöffneten Fächer oder Ginkoblatt hat wird sie auf die Saiten angeschlagen.

In früheren Zeiten haben Blinde Sänger-Mönchen (Biwa-Hoshi) mit Biwa Balladen vorgetragen. Heute begegnet man in Schreinen oder Tempeln oft die Göttin der Musik «Benten» mit eine Biwa-Laute in der Hand.

Im Unterschied zu den chinesischen Lauten, die aus Metallsaiten bestehen, werden die japanischen  aus Seidenfäden produziert, um die Feinheiten der Klänge zu bewahren.

Biwa (japanisches Saiteninstrument)
show/hide C (1)
Chasen (Bambusbesen für Teezeremonie)

茶筅(ちゃせん)

Chasen ist ein Bambusteebesen, der speziell für die japanische Teezeremonie benutzt wird. Der Besen wird aus einem Teil eines Bambusstamms hergestellt. Dabei wird weder Klebstoff noch Nagel benötigt. An einem Ende wird sie zu dünnen Stäben, bis maximal 120 Borsten, aufgeschnitten und die Spitze nach Innen zu einem ovalen Form gebogen.

 

 

 

 

 

 

show/hide D (1)
Daruma; Dharma (Pappmasché)

達磨(ダルマ) 

Daruma ist eine glückbringende Pappmasché Figur. Diese Figuren sind vor allem am jährlich stattfindenden Daruma Markttag Anfang Januar in verschiedenen Tempeln in ganz Japan erhältlich. Beim Kauf haben sie noch keine bemalten Augen. Wenn man sich etwas gewünscht hat, wird zuerst sein linkes Auge bemalt. Sobald der Wunsch in Erfüllung gegangen ist, wird das rechte Auge bemalt.

Der Name "Daruma" stammt ursprünglich von einem indischem Mönch namens «Bodhidharma». Der Legende nach soll dieser neun Jahre im Meditationssitz vor einer Felswand gesessen haben. Da im Meditationssitz keine Arme und Beine gebraucht werden, fehlen sie auch bei diesem Glücksbringer. Ausserdem steht die Puppe als Symbol für das «Steh-auf-Männchen». Versucht man die Puppe umzukippen, steht sie wieder auf. 

Siehe auch: Okiagarikoboshi

Daruma; Dharma (Pappmasché)
show/hide G (1)
Geisha (Unterhaltungskünstlerin)

芸者、げいしゃ

Aussprache: Ge-ischa (nicht «ai» wie in der deutschen Aussprache)

Eine Geisha ist eine japanische Unterhaltungskünstlerin, die vor allem wie japanischer Tanz und Tanz den Gästen, während eines Abendmahls darbietet.


show/hide H (1)
Hiragana (Japanische Silbenschriftzeichen)

平仮名、ひらがな

Hiragana ist eine der drei Schriftzeichen der Japanischen Schrift, neben Kanji und Katakana. Hiragana ist eine Silbenschrift und hat 46 Schriftzeichen.


(A)

(I)

(U)

(E)

(O)

(KA)

(KI)

(KU)

(KE)

(KO)

(SA)

(SHI)

(SU)

(SE)

(SO)

(TA)

(CHI)

(TSU)

(TE)

(SO)

(NA)

(NI)

(NU)

(NE)

(NO)

(HA)

(HI)

(FU)

(NE)

(HO)

(MA)

(MI)

(MU)

(ME)

(MO)

(YA)
 
(YU)
 
(YO)

(RA)

(RI)

(RU)

(RE)

(RO)

(WA)
     
(WO)
   
(N)
 

 

 

show/hide K (6)
Kanji (Japanische Schriftzeichen)

漢字、かんじ

Kanji sind chinesische Schriftzeichen, wie sie unter anderem in der japanischen Schrift verwendet werden.

Kanji war die erste Schrift in Japan, die von China ca. 3-5 Jhd. nach Chr. übernommen wurde. Nur die Aristokraten und Mönche konnten vorerst Kanji lesen. Damit auch das Allgemeinvolk lesen und schreiben konnten entstand ca. 9 Jhd. Hiragana und später Katakana für die Fremdwörter.

 

Katagami (Färbeschablone)

Katagami sind Papierschablonen oder Schnittmuster, die für das Färben von Stoffen gebraucht werden. Auf die aus mehrlagig zusammengeklebte Papiere, werden zusätzlich mit Messern dekorative Muster angebracht. Diese hochentwickelte Kunst des japanischen Musterdekors hatte starken Einfluss auf die westliche Ornamentik in Kunst und Design im 20. Jhd..

 


 

Katakana (Japanische Silbenschrift)

カタカナ

In Japan existieren drei verschiedene Schriftzeichen:
«Hiragana», «Katakana» und «Kanji»

«Katakana» ist das japanische Alphabet und wird vor allem für Fremdwörter benutzt.
Ein Beispiel: «Table -> テーブル»

Da Japanisch eine Fonetische Sprache ist, und die sozusagen Buchstaben aus Silben bestehen, wird sie dementsprechend anders betont: In diesem Beispiel wird «Table» «Teeburu» ausgesprochen.

Zwei Konsunanten nebeneinander, wie in dem Fall «Table» exisiteren in der japanischen Sprachen nicht, weswegen ein Vokal dazwischen eingefügt wird.
Ausserdem werden die Buchstaben «L» sowie «W und V», da diese auch nicht exisiteren, durch «R» und «B» ersetzt.


(A)

(I)

(U)

(E)

(O)

(KA)

(KI)

(KU)

(KE)

(KO)

(SA)

(SHI)

(SU)

(SE)

(SO)

(TA)

(CHI)

(TSU)

(TE)

(SO)

(NA)

(NI)

(NU)

(NE)

(NO)

(HA)

(HI)

(FU)

(NE)

(HO)

(MA)

(MI)

(MU)

(ME)

(MO)

(YA)
 
(YU)
 
(YO)

(RA)

(RI)

(RU)

(RE)

(RO)

(WA)
     
(WO)
   
(N)
 

 

Koi (Karpfen)

鯉、こい

Koi sind Karpfenfische, die in Seen, Flüssen und Teichen leben. Im allgemeinen sind Koi schwarz. Die gezüchteten farbigen Koi, wie rote, goldige und weisse Koi sind Zierfische im Teich und werden als Nishikigoi bezeichnet.

Koi haben eine starke Überlebenskraft und sind so der Umgebung anpassungsfähig. Weswegen die Koi auch das Symbol der Stärke angesehen werden.

Siehe auch:
▶ Koinobori

Koi (Karpfen)
Koinobori (Karpfen-Fahne)

鯉のぼり

Koinobori sind Karpfen-Fahnen, die am 5. Mai aussen am Haus gehisst werden. 5. Mai ist Knabentag und ist das Zeichen der jungen gesunden Knaben. Nach einer Legende schwimmt der Karpfen «Koi» gegen den Strom eines Flusses bis zur Urquelle. Dort angelangt verwandelt er sich in einen Drachen «Ryu» und fliegt den Strom abwärts mit einer Kugel in der Schnauze wieder zurück.

Kojiki (altes japanisches Geschichtswerk)

古事記、こじき

Kojiki, das aus drei Faszikel unterteilte Schriftwerk, beschreibt die japanische Mythologie und Frühgeschichte, von der Enstehung Japans, bis Anfang 7 Jhd. zur Zeit der Kaiserin Suiko. Es diente damals in erster Linie der Legitimation des Herrscherhauses. Es war die erste umfangreiche schriftliche Quelle Japans. 

Der Text des Kojiki wurde der von einem Traditionsmeister Hieda no Are diktiert und schliesslich
von einem Schriftgelehrten am Hofe Ō no Yasumaro niedergeschrieben.

show/hide M (1)
Manekineko (Porzellankatze)

招き猫、まねきねこ

Manekineko ist die glück herbeibringende Porzellankatze im Schaufenster. Sie hat die linke Pfote oben um damit die Kunden herbeizuwinken.

Die Katze mit rechter Pfote oben, hat eine Wendung zum Guten.

 

Manekineko (Porzellankatze)
show/hide O (3)
Okiagarikoboshi (Stehaufmännchen)

起き上がり小法師、おきあがりこぼし

Okiagarikoboshi ist eine traditionelle japanische Puppe aus Fukushima. Das Spielzeug aus Pappmaché ist so konstruiert, dass es wieder in die aufrechte Position zurückschwenkt, wenn man es versucht umzustossen.

Okiagari-Koboshi gilt als Glücksbringer und ist ein Symbol für Ausdauer und Widerstandsfähigkeit.

Okiagarikoboshi (Stehaufmännchen)
Onsen (Thermalbad)

温泉、おんせん

Onsen ist die natürliche heisse Quelle in Japan. «On» bedeutet warm, «sen» ist die Quelle. Gemeint ist damit auch der Kurort und die japanischen Hotels, die diese Quelle in ihre Hotels leiten. Die heissen Quellen in Japan sind vergleichbar mit den Thermalbäder in der Schweiz.

Während in Europa das Thermalbad mehrheitlich als das medizinische Heilungskurort angesehen wird, ist das japanische «Onsen» eher ein beliebtes Vergnügungsort, der von den Japanern an Wochenenden sehr oft besucht wird.

Das untenstehe Symbol ist das Zeichen für «Onsen». Wenn das Symbol nicht ersichtlich ist, handelt es ich meistens um ein «Sento» (Ein normales Bad gefüllt mit Leitungswasser).

Onsen (Thermalbad)
Origami (Faltpapierkunst)

折り紙、おりがみ

Origami stammt vom Wort «oru», das Falten und «kami» das Papier, und bedeutet die Kunst des Papierfaltens.

Ursprünglich faltete man mit einem Papier, ohne Leim und Schere daraus verschiedene Objekte, jedoch ist dies keine festgeschriebene Regel. Heute gibt es verschiedene Richtungen wie z.B. modulares Falten (mehrere gleiche Teile werden zusammengesetzt zu einem Modell), 3-D Origami, Kirigami (Falten mit Einschnitten) oder Wetfolding (das Falten von leicht angefeuchtetem Papier) etc.

Origami (Faltpapierkunst)
show/hide S (6)
Sadō oder Chadō (Teezeremonie)

茶道、さどう

Sado bedeutet der Weg des Tees. Gemeint ist damit der Ehrencodex oder Kunst des Tees.
Sado ist eine traditionelle Teeeinladung in einem Teehaus, mit mehrgängiem Essen (Kaiseki), das bis zu ca. 4 stunden dauern kann. Eine lightversion davon ist nur die Teezeremonie, die ca. 1 Stunde dauert.

Einen wesenlichen Einflluss auf die Entwicklung der Teezeremonie hatte Sen no Rikyū (1522 - 1591). Er verband die Aspekte des alltäglichen Leben mit den höchsten spirituellen und philosphischen Ansprüchen zu einen einzigartigen "Lebensweg", der bis heute als "Teeweg" übermittelt wurde.

Für den Sadō legte er vier wichtige Prinzipien fest:

(Wa) -> Harmonie
Während der Teeeinladung herrscht ein harmonisches Gefühl nicht nur zwischen Gast und Gastgeber sondern auch die angericheten Speisen, verwendeten Teeutensilien und die wechselnde Jahrezeiten. Diese Harmonie führt zu einem Einklang mit der Natur und dem Verständnis der Vergänglichkeit allen Seins.

(Kei) -> Respekt
Respekt gilt nicht nur den Menschen, sondern auch der sorgfältigen Handhabung der Teegeräte.

(Sei) -> Reinheit
Der Gastgeber reinigt die Teeutensilien, indem er sein Herz und seinen Geist reinigt und die Gäste waschen sich vorher die Hände an einem niedrigen Steinwasserbecken, das sich vor dem Teehaus befindet, um sich vom „Staub des Alltags“ zu befreien.

(Jaku) -> Stille
Hierbei ist aber nicht nur das Fehlen äußerer Geräusche gemeint, sondern die innere Einkehr und deren Ausstrahlung in die Gemeinschaft. Achtsamkeit und Gelassenheit entstehen durch die kontinuierliche Ausübung von Wa, Kei und Sei.

sakura (Kirschblüten/Kirschbaum)

桜(さくら)

Sakura sind japanische Kirschbäume oder Kirschblüten. Bei diesen Kirscharten wachsen keine Kirschen. Im Frühling, ende März bis mitte April blühen die Blüten und verwandeln ganze Städte in rosa. Erst nachdem die Blüten innerhalb von 10 Tagen verwelken, wachsen die grünen Blätter nach. In der Blütezeit picknicken die Japaner unter den Kirschbäumen und geniessen die Schönheit der Blüte. (Hanami)

Sakura symboliisert die Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit.

sakura (Kirschblüten/Kirschbaum)
Seiza (formeller Kniesitz)

正座(せいざ)

Seiza heisst übersetzt «richtiges sitzen» und ist die traditionelle japanische Sitzhaltung, bei der man kniend auf den Fersen sitzt und den Rücken gerade aufgerichtet.

Ursrünglich wurde in Japan im Seiza-Sitz gesessen, da es keine Stühle gab. Diese Sitzhaltung wird heute wird vor allem in buddhistischen (z.B. Beerdigungen) Zeremonien in Tempeln, bei Teezeremonien, aber auch beim traditionellen Japanisch-Essen in japanischen Zimmer mit Tatami-Matten gebraucht.

Die Seiza-Sitzhaltung kann für Ungeübte nach einer Weile schmerzhaft werden.

Sentō (öffentliches Bad)

銭湯、せんとう

Ein «Sentō» ist ein traditionelles japanisches Badehaus in städtischen Wohnvierteln. Das Merkmal eines Sentō-Badeanstalt ist der relativ hohe Schornstein, der über die Dächer ragt.

Auf Grund der Brandschutzbestimmungen verfügten früher viele private Familienhäuser keine privaten Badezimmer, da Badewasser mit offenem Feuer erhitzt werden musste.

Anfang 1960er zählte man ca. 22'000 Sento-Bäder in ganz Japan. Danach ging die Zahl der Sentōbesucher stetig zurück, so dass heute nur noch ca. 5'000 in ganz Japan existieren.

Trotzdem hat ein Sento-Badehaus heute noch als Treffpunkt eine soziale Funktion.

Shodō (japanische Kaligraphie)

書道、しょどう

«Shodō» ist die japanische Art der chinesischen Kalligrafie. Die Grundlagen, also die Strichformen, die Schriftzeichen selbst, die Ästhetik, Siegelschrift und Werkzeuge wie Papier, Tusche und Pinsel wurden etwa bereits im 6. bis 7. Jahrhundert aus China übernommen.

Bei der Schaffung eines Shodō-Kunstwerkes (Weisheitssprüche, Gedichte oder auch nur ein Wort), geht es vor allem um eine expressive Darstellung und die Erlangung eines persönlichen Ausdrucks.

Shōgun (General)

将軍、しょうぐん

Shōgun ist eine Abkürzung von Sei-i Taishōgun und war ursprünglich ein militärischer Titel für den Führer der Truppen im Kampf gegen die Ainu (Ureinwohner Nord-Japans) im 8. Jhd.

Von 1192 bis 1867 war ein erblicher Titel des anstelle des machtlosen Kaisers regierenden Militärherrschers. Seit 1968 (Meiji-Restauration), als der Kaiser wieder an die Macht kam, exisitieren keine Shōguns mehr.

show/hide T (4)
Tanabata (Sternen-Fest)

Nach der chinesischen Überlieferung sollen am 7. Juli die zwei Sterne Wega (Sternbild Leier) und Altair (Sternbild Adler), die ein Liebespaar darstellen, am Himmel treffen. Die restlichen Tage des Jahres sind sie durch die Milchstrasse getrennt.

An diesem speziellen Tag wird in Japan das Tatabata-Fest gefeiert. Ursprünglich war es der siebte Tag des siebten Monats des Mondkalenders, weshalb Tanabata auch der siebte Abend bedeutet.

Es werden Wünsche z.B. in Form von Poesie auf ein Tanzaku-Papier-Streifen geschrieben und dann an ein Bambuszweig gehängt.

 

 

 

 

Tatami (Strohmatten)

畳、たたみ

«Tatami» ist eine Fussboden-Matte aus Reisstroh, die in traditionell gestalteten Zimmern verwendet wird.

Eine Matte hat eine Standardgrösse von ca. 91 x 182 cm (Je nach Region differieren die Grössen). Der Boden besteht aus mehreren solchen Tatami-Matten. Die Grösse eines Raumes eines solchen Zimmers werden in Anzahl Tatami-Matten angegeben. z.b. 10 Tatami-Matten hat eine Grösse von etwa 16.5 m2

Da in Japan auf Tatami-Boden gegessen und auch geschlafen wird, darf auf den Tatamiboden nur mit Socken oder barfuß betreten werden.

Tokonoma (Zimmernische)

床の間(とこのま)

Tokonoma ist eine traditionelle japanische Zimmernische mit einer leichten Erhöhung. Tokonoma sind in traditionellen japanischen Zimmern mit Tatami-Matten (Reisstrohmatten), so wie in Teehäuser zu finden.

Sie dienen rein dekorativen Zwecken. Tokonoma ist meist mit einer Kakejiku (hängende Schriftrolle) und Blumen-Arrangement (Ikebana) ausgestattet und werden saisonal geändert.

Entstanden ist Tokonoma zwischen 14. und 16. Jhd. und hat ihren buddhistischen Ursprungs.

Nicht empfehlenswert ist das Daraufstellen der Koffer oder gar darauf zu sitzen.

Tsuba (Schwertstichblatt)

鍔(つば)

Tsuba ist das japanische Schwertstichblatt auf Japanisch. Die Tsuba sitzt zwischen dem Handgriff und der Klinge des Schwertes und schützt die Hände davor, auf die Schneide zu rutschen.

Die aus Eisen oder Kupfer hergestellte Tsuba sind meist kunstvoll verziert mit Schriftzeichen, Landschaftsdarstellungen, Tier- oder Pflanzenmotiven oder aus Ornamenten. Das Dekor war ein Mittel, um die Wichtigkeit und Indentität des Schwerteigentümers kundzugeben.

 

show/hide U (1)
Ukiyo-e (Holzdruck)

Ukiyo-e heisst übersetzt «Bilder der fließenden Welt». Unter dem Begriff Ukiyo-e versteht man Druckgrafiken (illustrierte Bücher und Holzschnitte), die die Kultur und den Lebensstil des aufstrebenden Bürgertums in Grossstädten im 17. - 20. Jhd. reflektierten. Wichtige Künstler zu dieser Zeit waren Katsushika Hokusai, Utagawa Hiroshige und Kitagawa Utamaro.

Ursprünglich bedeutete Ukiyo «die irdische, vergängliche Welt» (e bedeutet Zeichnung) und hat im Buddhismus eine ähnliche Bedeutung wie Vanitas in der christlichen Anschauung. Der Bedeutungswandel von Ukiyo vollzog sich etwa im 17. Jhd. Die Besinnlichkeit und Jenseitigkeit trat in die diesseitige Welt. Ukiyo bedeutete von nun an so viel wie „lebe und geniesse jetzt“.